BWK-Seminar "Mobile Hochwasserschutzsysteme"

Die vergangenen Hochwasser führen immer wieder die Notwendigkeit verbesserter Hochwasserschutzkonzepte vor Augen. Mit der EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie wurden Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge auf europäischer Ebene geregelt, die nationale Umsetzung ist durch die Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes im Jahr 2010 erfolgt. Maßnahmen der Flächenvorsorge und der Eigenvorsorge werden vor Ort durch technische Hochwasserschutz-Maßnahmen unterstützt, zur besseren Integration in das Landschafts- und Stadtbild werden dabei u.a. mobile Hochwasserschutzsysteme eingesetzt. Mit der Einführung des von der BWK-Arbeitsgruppe 3.2 unter Vorsitz von Prof. Erik Pasche erarbeiteten Merkblattes 6/BWK „Mobile Hochwasserschutzsysteme –Grundlagen für Planung und Einsatz-“ im Jahr 2005 wurde die Grundlage für eine sichere und gezielte Anwendung dieser Technik in der Praxis geschaffen. Die starke Nachfrage dieser Regel unterstreicht deren Anerkennung als Bemessungs- und Planungsgrundlage.

Im Rahmen des internationalen Kongresses zur acqua alta 2011 veranstaltete der BWK am 12. Oktober 2011 in Hamburg ein umfassendes ganztägiges Seminar zum mobilen Hochwasserschutz, das in Memoriam an den Mitinitiator Prof. Pasche durchgeführt wurde und gleichzeitig auf die aktuellen Weiterentwicklungen auf diesem Gebiet eingeht. Das Seminar führte zunächst in die Grundlagen zum planmäßigen und notfallmäßigen mobilen Hochwasserschutz nach Merkblatt 6/BWK ein. Im angewandten Teil des Seminars wurden mit den Projektbeispielen Hitzacker und Köln umgesetzte Hochwasserschutzmaßnahmen vorgestellt, die mobile Elemente beinhalten. Weiterhin wurden Aspekte zur Qualitätssicherung der mobilen Systeme dargestellt. Darüber hinausgehend werden erste Erfahrungen zum Beteiligungsmanagement nach der HWRM-RL über einen Vortrag zum Pilotprojekt HWRM-Plan Nahe in Rheinland-Pfalz aufgezeigt. Zwei weitere Vorträge erläuterten Aspekte zur Bauvorsorge als Bestandteil des Hochwasserrisikomanagements sowie zu Maßnahmen des hochwasserangepassten Planens und Bauens im Einzelobjektschutz. Das anwendungsbezogene Seminar richtete sich an die in der Praxis tätigen Fachleute aus der Umweltverwaltung und aus Ingenieurbüros sowie an die interessierte Fachöffentlichkeit.

Der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e.V., BWK, ist ein technisch-wissenschaftlicher Verband von rund 4.000 im Umweltschutz tätigen Fachleuten. Der BWK bietet seinen Mitgliedern seit über 100 Jahren eine Plattform für Information, den Erfahrungsaustausch, die Fort- und Weiterbildung und für einen aktiven, interdisziplinären Umweltschutz. Mit der Erarbeitung des BWK-Regelwerkes trägt der BWK zu einer praxisgerechten Umsetzung der Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung bei.

Weitere Informationen zum BWK erhalten Sie unter www.bwk-bund.de


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